Koordination in der Gruppe

Was kommuniziert wird und wie dies geschieht, ist das wichtigste für eine gute Gruppenbildung und den gemeinsamen Kampf.
Einige würden den hier beschriebenen Inhalt „Befehlsstrukturen“ oder „Hierarchie“ nennen. Diese Begriffe erscheinen uns bei dem Spiel, das wir spielen, aber etwas zu stark zu sein. Wir sehen uns als Mitspieler und Kämpfergemeinschaft.
Wie auch immer eine Gruppe sich organisieren möchte, sicher ist, dass für ein erfolgreiches Spiel (für den Sieg) eine gute Koordination erforderlich ist.

Hier ein Beispiel für eine geeignete Koordinationsstruktur.

Während des Kampfes

Schematische Darstellung: Kommunikationsschema

O (Türkis): Die Nahkämpfer konzentrieren sich auf die Abwehr und auf den Kampf.

L (Gelb): Die Langwaffen koordinieren 3-5 Personen (kleiner Rahmen) vor sich und lenken diese Gruppe sowohl durch ruhiges Sprechen als auch durch gezielten Kampf gegen den Gegner. (Störfaktoren Ausschalten: Wer beim Gegner koordiniert muss raus, wer stark ist muss seine Deckung verlieren, Speere brauchen Druck, Dänenäxte müssen raus)

R (Schwarz): Die Reserve/Rückendeckung koordiniert die Rückendeckung, gegebenenfalls mit Kämpfern aus der ersten Reihe (namentlicher Rückruf). Die Reserve koordiniert das Ersetzen, Aufstocken und Abziehen der Nahkämpfer, des weiteren das Umsetzen von Lanzenkämpfern.

K (Rot): Kommando koordiniert die Gesamtbewegung der Gruppe inklusive der Reserve. Vor dem Kampf auf der grauen Position, während des Kampfes zwischen der Rückendeckung und der ersten Reihe. Frei vom Kampf Bleiben! Ruhig Bleiben.

Vor dem Kampf

Vor dem Kampf koordiniert sich jeder eigenverantwortlich mit seiner direkten Umgebung. Jeder sortiert sich in zu der Position, die in der Formation eingenommen werden soll/will.

Alle …

  • stellt sich dem Kommando vor und wartet auf eventuelle Fragen oder Anweisungen
  • nimmt die Position in der Formation ein und richtet sich aus
  • tauscht Namen mit den Nachbarn aus und trifft Vereinbarungen über gemeinsame Aktivitäten
  • Beim Start „Linie bereit“ stellen alle das Reden ein und jeder meldet „bereit“

Strukturen und ihre Etablierung

Sinnvollerweise einigt sich die Gruppe vorher darauf, wie sie sich koordinieren will. Denn nur wenn alle Gruppenmitglieder mit der Struktur einverstanden sind, wird diese auch in schwierigen Situationen aufrecht erhalten.
Desweiteren erleichtert es das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe, wenn alle ein ähnliches Verständnis von Koordination haben. Jedem sollte vor dem Kampf die Struktur klar sein und sie sollte am besten schon eingeübt worden sein.

Bei uns sind die Personen, die verschiedene Positionen innerhalb der Koordinationsstruktur übernehmen, nicht dauerhaft festgelegt, sondern werden nach Bedarf besetzt. Dies geschieht nach Möglichkeit vor jedem Kampfevent, damit entsprechend trainiert werden kann.
Es ist außerdem erwünscht, dass jeder, der während des Kampfes Koordinationsbedarf erkennt, diesen selbst übernimmt. Dazu muss er oder sie sich entsprechend orientieren, die nötige Befehlsfunktion übernehmen und die betreffenden Kämpfer neu koordinieren.
Dadurch kann auch bei einem Ausfallen des Befehlshabers oder einer Trennung der Gruppe die Struktur aufrechterhalten werden. Weiterhin wird die Flexibilität erhöht, da auch während des Kampfes die Aufteilung und Positionierung der Gruppe geändert werden kann.

theoretisches/koordination.txt · Zuletzt geändert: 2017-01-25 11:46 von Falke

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